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+++ Ötzi hatte keine Mikrowelle +++

Vor ein paar Tagen wurde ich beim Training im Studio gefragt, was denn mein "Geheimnis" beim Thema Fettreduktion sei. Ich wusste im ersten Augenblick nicht so recht, was ich antworten soll, denn wenn es um zwei Dinge im Gym keine großen Geheimnisse gibt und im Grunde auch nie geben sollte, dann sind es die Themen Muskelauf- und Fettabbau. Da mir die fragende Person jedoch schon länger bekannt war und ich genau wusste, wie sehr sich schon bis zu diesem Zeitpunkt, vor allem bei der Problematik Gewichtsabnahme, in die unterschiedlichsten schriftlichen Abhandlungen eingelesen worden war, gab ich einfach die in diesem Moment treffendste Antwort und sagte, dass ich mir schon sehr lange und generell nichts mehr über Diät, Gewichtsabnahme, Fettreduktion und alle anderen damit verbundenen Themen durchlese. Um die sichtliche Verwunderung im Gesicht meines Gegenübers etwas aufzuhellen, schob ich noch nach, dass ich mir es einfach abgewöhnt habe, nach einer schnellen Lösung für ein Problem zu suchen, welches gar keines ist und das es vor allem beim Thema Fettabbau keinen sog. "Sündenbock" gibt. Dann sagte ich ihr noch, dass die Zunahme an Wissen und die Menge an Gelesenem in ihrem Falle, in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis stehen würden und ich ihr nur den guten Rat geben kann, dass sie damit schleunigst aufhören soll. Jetzt wollte man es natürlich ganz genau wissen und da ich eh das Training gerade beenden wollte, setzte ich mich kurz zusammen mit der Person hin und fragte sie, wer denn nach dem aktuellen Stand ihren Informationen der Sündenbock des "Fettproblems" sei.

Nun folgte eine beinahe unendliche Aufzählung aller möglichen Theorien. Allesamt aus der dafür üblich erhältlichen Literatur, welche bereits hoffend von ihr verschlungen wurde. Der einhellige und ewige Schuldige sei ja laut Ansicht aller hoch dekorierten Experten immer die Ernährung. Ich hörte mir das alles an aber ich wusste genau, dass ein Begriff als Ursache nicht nur kaum oder gar nie erwähnt würde, sondern dass es mit den unglaublichsten Tricks und pseudowissenschaftlichsten Argumenten so dargestellt wird, dass dies ja auf keinen Fall der grundlegende Faktor sein könnte. Riesige Seifenblasen, gigantische Luftschlösser, mörderische Gewaltakte und akrobatisch verbale Kunststücke wurden in diesen Theorien unternommen um das Wesentliche für den naiven Leser geschickt unter den Tisch fallen zu lassen. Ich hatte von all diesen Thesen im Vorbeigehen sicherlich schon mal gehört und ich könnte jetzt sagen, dass es mich vielleicht gelangweilt hätte, mir das alles nochmal vortragen zu lassen. Aber so war es nicht. Ich war einfach zu erstaunt, mit welchem Geschick man Leuten erfolgreich und auf eine Weise etwas in den Kopf setzt, dass sie es nicht nur mit beinahe mit der gleichen sicheren Überzeugung wiedergeben, sondern dass sie auch noch tatsächlich daran ernsthaft glauben.

Märchen fangen bekanntlich mit "Es war einmal…" an und es war absolut kein Zufall, dass im Kontext ihres Monologs beinahe alle Schilderungen das Wort "früher" enthielten. Als ein weiterer Satz mit "…die Ur-Menschen haben…" anfing, unterbrach ich sie, denn zum einen wollte ich langsam selber zusehen, dass ich nach Hause komme, um was zu essen und zum anderen war es eine passende Stelle um langsam aber sicher zur eigentlichen Wurzel des Übels zu gelangen. Ich stellte folgende Frage:" Wie haben denn die Menschen vor zig Tausend Jahren, also vor der uns heute bekannten Zivilisation gelebt?!" Jetzt war das Fragezeichen über dem Kopf natürlich groß, denn über angebliche und hochwissenschaftliche erforschte Ernährungsweisen der Menschheit in früheren Epochen, stand sehr viel in diesen Schwarten, aber wie der allgemeine Tagesablauf war, darüber wurde kaum ein Wort verschwendet. Ich deutete des Rätsels Lösung mit nur einem einzigen Wort an. Ein Wort, dass nicht nur das Gespräch schlagartig und ernüchternd beendete, sondern welches vielen übergewichtigen Diätwilligen in höchstem Maße unangenehm ist. So unangenehm, dass man es nur ganz selten in den schriftlichen Abhandlungen der "Faith-Healer" finden wird. Wenn man nur dieses Wort ein einziges Mal zu oft in ein solches Buch packen würde, dann würde sich der Verkauf schlagartig um mindestens 90% reduzieren. Es ist das Wort "Bewegung".

Die Hitliste in der Kategorie "Unter den Tisch gekehrte und zudem gerne weggelassene Fakten" zu den Themen exotische Diäten + Fettabbau, führt weltweit dieser Begriff an. Das Wort Bewegung ist der Spitzenreiter, welcher ungeschlagen und immer und ewig oben steht, wenn es darum geht, dass man Menschen den wirklich größten Unsinn beim Kapitel Abnehmen in den Kopf setzen will. Man würde sich in unserer Zeit und unseren Breitengraden ja genug bewegen und daran könne es ja gar nicht liegen. Bewegungsmangel sei ja gar nie die Ursache und es stimmt ja auch alles gar nicht, dass wir uns nicht ausreichend aktiv beschäftigen oder gar womöglich "faul" seien würden. Man könne sich so viel bewegen wie man wolle, wenn jedoch nur ein klitzekleiner geheimer und nun neu betrachteter Nährstoff falsch oder nicht optimal eingestellt würde, wäre alles für die sprichwörtliche Katz. Es wären ja, je nach wissenschaftlicher Entdeckung des jeweiligen glorreichen Erfolgsautors, mal die Fette, die Kohlenhydrate, das falsche Wasser, mangelnde Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Ballaststoffe, das falsche Brot oder ein fehlender oder übertriebener Fleischkonsum in Schuld. Die Verantwortlichen seien auf jeden Fall immer irgendwo in der Ernährung zu finden und wenn man nur dieses kleine Rädchen ausklammert, ergänzt oder optimaler drehen würde, dann würde nicht nur das leidige Fett, sondern zudem sogar noch alle sog. "Zivilisationskrankheiten" auf der Stelle verschwinden.


Je nachdem welche Epoche der Menschheit oder welches Naturvolk gerade für die jeweilige schriftliche Seifenoper seinen ahnungslosen Kopf herhalten muss und völlig unabhängig davon wie zu dieser Zeit oder die jeweilige Gruppierung tagsüber gelebt hat, sie alle haben gemeinsam, dass sie irgend eine Kleinigkeit in ihrer Ernährung völlig anders gemacht haben sollen und wenn man dies nun auch tun würde, dann hätte man nun den lange gesuchten Schlüssel zu ewiger Jugend, Schönheit und fettfreiem makellosen Äußerem gefunden. Das dies nicht nur stellenweise falsch sondern oftmals einfach der totale und ein wirklicher fiktiver Quatsch ist, dass müsste einem außenstehenden Beobachter eigentlich sofort auffallen. Denn wenn es einen wirklichen gravierenden und alles entscheidenden Unterschied zwischen damals und heute gibt, dann war, ist und bleibt es einfach das Thema "Bewegung". Es geht jetzt also nur sekundär darum, ob die Ernährungsweisen der damaligen Zeiten, "gut" oder "schlecht" waren, sondern dass hier einfach nur einmal mehr eine Augenwischerei nach dem Prinzip Hoffnung betrieben wird. Die Tatsache, dass dieses Nahrungsverhalten zusätzlich einfach völlig unvollständig und in den meisten Fällen zudem viel zu einseitig aufgeführt und ausgelegt wird, mal ganz außen vor.

Ich werde dies mal etwas verdeutlichen: So mancher Mensch in der heutigen Zeit wird morgens von seinem Wecker aus seinem wohlverdienten Schlaf gerissen, steht dann nach kurzwilligem Zögern auf, sucht halbtrunken und noch schwer gedämmert nach seinen Zigaretten auf dem naheliegenden Nachttisch. Dann schleppt er sich in die Küche und macht sich im gewohnten Rhythmus einen Kaffee seiner Lieblingssorte. Dann "setzt" er sich hin und liest sich die Tageszeitung durch. Mit steigender Wachheit wird sich dann noch schnell gewaschen, für die Arbeit angezogen und dann werden die drei Treppen im Hausflur heruntergestiegen, um in das Auto vor der Haustür zu steigen, damit man anschließend eine geschlagene halbe Stunde im traditionellen Berufsverkehr im Stau zum Arbeitsplatz "sitzt". Auf der Arbeit angelangt und immer noch nicht ganz wach, wird dann als erstes und ausgiebig die angeblich wichtigste Mahlzeit des Tages, sprich das Frühstück, eingenommen und zusammen mit allen den anderen Bürohengsten wird dann eine halbe Stunde in der Kantine "gesessen" und der neueste Klatsch und Tratsch ausgetauscht. Bis zur nächsten größeren und offiziellen Pause, wird dann auf dem Arbeitsplatz vorm Rechner "gesessen" und gearbeitet und telefoniert. Zwischendurch wird das ein oder andere Schokoplätzchen oder Gummibärchen verspeist und ca. die erste Schachtel Zigaretten verqualmt und nicht selten ein halbes Dutzend Tassen Kaffee konsumiert. Mittags gibt es dann, was die Kantine an diesem Wochentag leckeres zu bieten hat und nachdem man die Pause ausgiebig mit weiteren sinnigen Gesprächen und meist "sitzendem" Zeitvertreib in Form von Boulevardzeitungen lesen erfolgreich auf das äußerste und vom Brötchengeber zeitlich tolerierte Maß gestreckt hat, ist der restliche Arbeitstag darauf ausgerichtet, dass man abermals schön brav und fleißig auf dem Bürostuhl "sitzt" und möglichst unauffällig alle paar Minuten auf die Uhr schielt, welche dann hoffentlich schon bald anzeigt, dass die schönste Zeit des Tages, die "Freizeit" eingeläutet wird. Erfolgreich und erschlagen von der Arbeit zurückgekehrt, "sitzt" man dann im heimischen Wohnzimmersessel, um sich an den geistreichen Nachmittagstalkshows zu ergötzen. Nicht selten schläft so mancher dann in dieser Position ein und wird erst Stunden später von einem quälenden Gefühl des Heißhungers unliebsam geweckt. Nun wird sich schnell ein Fertiggericht in der Mikrowelle gemacht und wieder vor die Glotze "gehockt". Irgendwann in der späten Nacht wird sich dann in das warme Bettchen gelegt und am nächsten Morgen geht alles wieder von vorne los.

Vielleicht ist es dem einen oder anderen Leser aufgefallen, dass der Begriff "sitzen" im vorigen Abschnitt sehr häufig vorkommt und die Begriffe Bewegung oder gar Sport gar nicht. Sitzen war für den Urmensch jedoch ein Luxus. Sitzen war eher die Ausnahme als die Regel. Das Sitzen gehörte zu den goldenen Momenten der Ruhe. Es gab kein Wasserhahn, es gab keinen vollgepackten Kühlschrank, kein Auto, keine Straßenbahn, keinen Lichtschalter und auch kein Supermarkt. Vor allem gab es keinen Wecker, keine geregelten Pausen und schon gar nicht so etwas wie Feierabend oder gar Urlaub. Es musste wirklich alles mit Handarbeit und einem unvorstellbarem Aufwand erbracht werden. Der komplette Tagesablauf bestand vorranging aus stundenlangem Wandern, Sammeln, Suchen, Schleppen, Jagen, Fallen aufstellen und nicht selten sogar Rennen oder gar Kämpfen. So ein Leben ist dem heutigen Menschen einfach überhaupt nicht und in keinerlei Weise auch nur annähernd vorstellbar. Nur alleine der Akt des Wasserholens, sei es vom Fluss oder vom heimischen Brunnen, war nicht selten ein zeitaufwendiges und mühseliges Unternehmen. Selbst der kleinste Krümel Essen musste sich erst irgendwie erarbeitet oder verdient werden und es war zu keinem Zeitpunkt sichergestellt, ob generell das lange und zehrende Treiben um weitere Nahrung überhaupt entsprechend entlohnt würde oder nicht gar wer anderes einem die erbeutete Jagd oder das mühselig gesammelte Gut einfach im nächsten Moment wegnahm. Ein Mensch dieser Epoche war im Grunde fast immer in Bewegung. Er war ständig körperlich aktiv, weil er einfach keine andere Wahl hatte. Von morgens bis abends, Tag und Nacht und dies 365 Tage im Jahr ohne bezahlten Urlaub, ohne Freizeit und vor allem ohne ausschweifendes genüssliches Faulenzen. Bewegung war wahrscheinlich einfach gar kein Wort und schon gar nicht ein Thema oder der Inhalt einer Frage. Es war einfach ein unausweichlicher, unabdingbarer und vor allem unaufschiebbarer Fakt, so wie jeden Morgen die Sonne aufgeht und in der Nacht der Himmel voller Sterne ist. Permanenter Hunger, schmerzendes Magenknurren und schwere knochenharte Arbeit hingegen aber waren zu dieser Zeit nicht nur feste Begriffe, sondern einfach auf gnadenlose Weise die ewigen und oftmals grausamen Motivatoren eines jeden langen Tages.


Wer in dieser beinharten Zeit überhaupt auch nur geringfügig und über das reguläre Maß an signifikanten Körpermassen zulegen konnte, gehörte zu den metaphorischen Lottokönigen und schwer geneideten Glückspilzen seines Stammes. Wenn es auch nur einen Einzigen gegeben hätte, der den pathologischen Wunsch geäußert hätte "abnehmen" zu wollen – man hätte ihn entweder umgehend zum Medizinmann gebracht, um ihn gewaltsam von seinen bösen Geistern erlösen zu wollen oder sicherlich nicht selten sofort und an Ort und Stelle einfach aufgegessen, bevor er seinen irrsinnigen Absichten umgesetzt und womöglich noch weitere Stammesmitglieder mit seiner vermutlichen Geisteskrankheit infiziert hätte.

Wie Menschen damals ausgesehen haben oder in welchem Zustand sie sich befanden, das hatte zudem sicherlich mit vielem zu tun aber nur in den seltensten Fällen mit "vollkommener natürlicher Gesundheit" oder gar dem Abbild eines heutigen trainierten und gut genährten Covermodels, welches für die Synonyme Fitness, Gesundheit und "Sixpack" herhält. Viele Menschen dieser Zeit sahen nicht selten schlichtweg aus wie die "Leiden Christi" auf zwei Beinen. Das dann hier noch bzw. in diversen Ernährungskonzepten aus dem Geschichtenbereich von 1000 und eine Nacht, was von besserer oder gar "gesünderer" Ernährung und Co. geredet wird, schlägt dem sprichwörtlichen Fass nicht nur den Boden aus, sondern es ist und bleibt einfach eine gigantische und völlig realitätsverzerrte Propagandakiste und eine Kasperlevorführung ersten Grades. Ein Mensch der damaligen Zeit hätte sich auch mit dem Verzehr einer ganzen Sahnetorte am Tag in einem Zustand befunden, der sicherlich alles Mögliche war, aber den man einfach im gesamten Kontext niemals pauschal oder mal eben so als vorteilhafter oder gar gesünder darstellen kann. Das durchschnittliche Maß an körperlicher und stellenweise sehr schwerer Betätigung in der frühen Zeit der Menschheit, ist für die Mehrheit unserer heutigen Zeit einfach nicht nur kaum vorstellbar, sondern zudem einfach gar nicht dauerhaft zumut- oder zeitlich umsetzbar.


Wenn also Sie, lieber Leser, demnächst irgendwo wieder einmal was von der angeblich so wundersamen, natürlichen und alles korrigierenden Ernährung der Urmenschen lesen und man Ihnen im Laufe des Textes weismachen möchte, dass schon alleine nur der Mahlzeitenplan der damaligen Zeit Sie zum fettfreien und unsterblichen Supermenschen mutieren lassen würde, dann halten Sie sich einfach drei Dinge vor Augen: 1. Dass so Abhandlungen immer genau von der Sorte Schreiberling verfasst wird, welche eine Sache mit dem lesenden Zielklientel haargenau gemeinsam hat: Sie sitzen den ganzen Tag träumend in ihrem kleinen einsamen Schneckenhaus auf ihrem naiven übergewichtigen Hintern und hätten allesamt nicht mal auch nur einen einzigen Tag unter den Bedingungen der damaligen Zeit überlebt. 2. Wenn sie dann einen Tag überlebt hätten, wäre sie am nächsten Morgen das schnelle Frühstück für umherstreifende Säbelzahntiger gewesen und 3. Sie hätten sich nur alleine bei dem Versuch, einer solchen Bestie oder auch z.B. den Kannibalen vom Nachbarstamm entkommen zu wollen, vermutlich nicht nur sämtliche Muskeln ihres untrainierten Daseins gezerrt, sondern womöglich nach nur wenigen Metern beide Beine gleichzeitig gebrochen. Selbst wenn sie dann ein paar Tage überlebt hätten, wären sie entweder beim Apfelpflücken hoffnungslos vom ersten Baum gefallen oder sie hätten sich schon nach kurzer Zeit einfach hilflos im nahegelegenen Wald verlaufen. Denn wenn eines schon damals und sicherer als heute galt, dann der bewusst eingerichtete Fakt, dass nicht nur bekanntlich den Letzten die Hunde beißen, sondern das sich die Evolution schon immer bei ihrem Prinzip der Selektion zur Erhaltung der Arten ihren sinnvollen Teil gedacht hatte.

Also vergessen Sie, lieber Leser, einfach solche absurden Geschichten, denn sie sind im Grunde nur eine ironisch verdrehte und unter Wahnvorstellung niedergeschriebene Fehlinterpretation eines grausamen und geschmacklosen Witzes der heutigen Zeit, welcher über die Kinder aus Afrika handelt und warum diese so dünne Arme und dicke Bäuche haben: Vom Nichtstun und vielen Fressen. Mehr steckt da einfach nicht hinter. Man sollte also statt die Zeit mit dem Lesen eines solchen Unsinns zu verbringen, lieber irgendwo und irgendwem danken, dass man in der heutigen Epoche geboren wurde und sich bewusst machen, dass heutzutage jeder Mensch in unseren Breitengraden beinahe alle Optionen genießt und wirklich grenzenlose Möglichkeiten besitzt, sich ausreichend und in dosierter und systematischer Weise körperlich zu betätigen und sich vor allem entsprechend angepasst ernähren und erholen zu können. Wer dann statt Bewegung in Form von z.B. smartem und dosiertem Training, immer noch und ausschließlich den wundersamen Erlöser für das leidige Übergewichtsproblem in Ötzis Ernährung sucht, der ist es am Ende einfach wieder nur selber und sonst niemand anderes auf dieser Welt in Schuld.

Nicole Pfützenreuter

 

+++ Ich liebe Training +++

Ich könnte Ihnen sagen, dass ich progressives, beständiges, intensives und partielles Widerstandstraining bis zur Muskelerschöpfung sehr gerne mache. Ich könnte Ihnen auch sagen, dass ich es ganz toll finde, dass sich meine Muskeln durch Training entwickeln und dass sie dadurch stärker, energiegeladener, schneller, und vor allem größer und massiver werden. Aber im Grunde ist mir das viel zu trocken formuliert und es trifft einfach nicht den wahren Wert, der hinter einem intensiven Training steckt. Deshalb möchte ich das auf noch stärkere Weise verdeutlichen und sage Ihnen auf meine persönliche Weise einfach frei raus wie ich es wirklich sehe:

Ich liebe es mit schweren Gewichten zu trainieren und dabei intensiv meine Muskeln zu spüren. Ich liebe Training und meine Muskeln so sehr, dass ich es am liebsten den ganzen und jeden Tag tun würde. Ich habe zu jedem einzelnen Muskel meines Körpers ein sehr starkes und intensives Verhältnis entwickelt. Es ist weit mehr als nur ein Krafttraining, ein Sport oder ein Hobby und es ist auch mehr als eine besondere Lebenseinstellung, eine hohe Kunst oder eine sehr schöne und individuelle Philosophie. Es ist eine Leidenschaft. Leidenschaft ist etwas Intensives genauso wie es das Training mit Eisen ist.

Sie werden sicherlich schon viel über den Begriff "Intensität" gelesen haben, wenn Sie sich mit Training befassen. Und Sie werden sicherlich hierbei auf viele Definitionen, Umschreibungen und evtl. auf viele prozentuale Formeln gestoßen sein. Aber egal wie man es nennt, verpackt oder berechnet, es ist und bleibt am Ende immer etwas, dass damit zu tun hat, was Sie selber an Herzblut und Hingabe in Ihr körpereigenes Training stecken. Je mehr Sie Ihr Training lieben, umso intensiver werden Sie trainieren. Das ist die ganz einfache Formel.

Ich kann mir gut vorstellen, dass Sie es vielleicht etwas ungewöhnlich finden, dass ich ein Training mit rostigen, kalten Hanteln mit romantisch angehauchten und emotional getränkten Begriffen wie Liebe, Hingabe und Leidenschaft umschreibe oder es sogar als eine intensive Beziehung bezeichne. Aber seien Sie doch mal für die nächsten Augenblicke nur ein klein wenig ehrlicher und gefühlvoller zu sich selbst und versuchen Sie es auch mal etwas anders zu sehen. So wie es sehe und wie es sicherlich viele Menschen sehen, die auch so gerne wie ich und Sie, lieber Leser trainieren. Wenn Sie dann etwas nachdenken und in Ihrem Gedächtnis stöbern, werden Ihnen vielleicht Gedanken einfallen, wonach sich Training auf die charakterlichen Eigenschaften eines Menschen auswirkt. Dass Training eine tiefere Verbindung und Entwicklung von Körper, Geist und Seele erschafft und dass es gesund ist und zufrieden macht. Wenn wir jetzt abermals das Wort "Beziehung" mit in diesen Gedanken einbringen, frage ich Sie nun mal ganz vorsichtig: Was für eine Beziehung haben Sie zu sich selber und Ihrem Training? Wie behandeln Sie Ihren Körper, Ihre Muskeln und wie ehrlich sind Sie in dieser Beziehung, wenn es um Ihre Entwicklung geht?

Ehrlichkeit ist eine wichtige Basis für eine Beziehung, egal ob es sich dabei um die Beziehung zu einer Person, zu einer Hantel oder zu Ihren Muskeln handelt. Wenn Sie in einer Beziehung nicht ehrlich sind, wird Sie diese Beziehung auf Dauer einfach nicht so befriedigen wie Sie sich das wünschen und es wird Ihnen einfach nicht die Ergebnisse bringen, welche Sie anstreben. Das Problem beim Training vieler Trainierender jedoch ist, dass sie sich zwar anstrengen und teilweise dies auch in voller Überzeugung mit Leib und Seele tun, aber dass sie trotzdem dabei nicht ehrlich genug zu sich selber sind. Wenn ich jetzt bei Ihnen, lieber Leser, etwas in Ihnen getroffen habe, gehe ich sogar noch einen Schritt weiter und sage Ihnen, dass wenn Sie mit Ihren bisherigen Resultaten unzufrieden sind, mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit nicht nur nicht ehrlich genug zu sich selber sind, sondern ich sage Ihnen zudem, und ich hoffe das beruhigt Sie wieder etwas, dass Sie gar nichts dazu können. Man hat Sie einfach zur Unehrlichkeit erzogen.

Und selbst das ist im Grunde nicht ganz richtig dargestellt, denn es müsste heißen, dass Sie sich dazu erziehen haben lassen. Sie haben einfach etwas geglaubt, was man Ihnen ständig gesagt hat oder was Sie ständig irgendwo von irgendwem hören. Sie haben sich etwas einreden lassen, etwas übernommen und das nach und nach ohne es bewusst zu merken. Wie oft haben Sie in Ihrem Umfeld gehört, dass diese Welt ein schlechter Ort sei, dass man niemanden trauen kann, dass man keine Rücksicht nehmen soll wenn man Erfolg haben will, dass andere Menschen böse sind, dass man es nur mit Lügen und Betrügen aber nie auf ehrliche Weise schafft, dass der Nette und Gute ja immer der Dumme ist, dass man nur ausgenutzt wird, dass es im Leben keine Gerechtigkeit gibt und dass es ja eh alles sinnlos ist? Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Sie das schon sehr oft gehört haben. Von Urteilen anderer in Ihrem unmittelbaren Umfeld über die eigene Person wie z.B.,dass man zu faul sei, zu träge, zu dick, zu hässlich, zu fett, zu klein, zu lang, zu dumm, zu dies und zu das sei ganz zu schweigen. Diese Aussagen beeinflussen das eigene Leben. Damit verbunden wird das Verhältnis zu einem selbst verzerrt und dies kann einen sehr negativen Einfluss auf das eigene Training haben. Wie will man ein positives Ergebnis erzielen, wenn man sich negativen Einflüssen aussetzt und diese womöglich sogar glaubt und verinnerlicht? Wie will man eine gesunde Beziehung zu sich selbst und seinen Muskeln entwickeln, wenn man ein solches Bild von sich und der Welt hat?

Ich möchte ihnen das mal mit einem Beispiel, welches ich die Tage erlebt habe, verdeutlichen: Ein junger Trainierender kommt zu mir im Studio und fragt mich, ob ich ihm helfen könne, dass er schneller und besser in Form komme. Er war schon längere Zeit angemeldet und ich konnte ihn schon häufiger dabei beobachten, dass er sich zwar gut anstrengt, aber dies hauptsächlich nur bei den Brust und Oberarmmuskeln. Zudem kam er sehr unregelmäßig zum Training und es schien, als hätte sein Vorgehen bei den Übungen gar keine richtige Struktur geschweige denn, dass er einen richtigen Trainingsplan hat. Ich antworte ihm, dass ich ihm sicherlich gerne helfen möchte und dass er mir nun schildern soll, was genau seine Ziele sind und wie sein derzeitiger Plan ausschaut. Sofort fängt er einem Maschinengewehr gleich an eine Fülle von negativen Aufzählungen runterzurasseln. Er wäre ja total unzufrieden mit sich selber, er wüsste ja, dass er viel zu faul sei, er würde seinen Bauch hassen, sein Körper wäre ja eine Katastrophe und nie machen wollen was er will, seine Kumpels würden ihm alle sagen, dass er es nicht schaffen würde und es je ja eh nur mit "Stoff" gehen würde, er hätte keine Zeit zu essen und die gesunden Sachen würden ja eh alle nicht schmecken, dass er schon jedes Programm ausprobiert habe, jede Diät gemacht habe, dass er ständig was anderes zu tun hat, als zum Training zu gehen und er ja unbedingt jetzt für diesen Sommer in Form kommen müsse, da er sonst gar nicht mehr trainieren wolle.

Von richtigen und positiven Zielen oder gar einem Plan, den er mir hätte vorzeigen können, jedoch keine Spur. Da mir klar war, dass ich ihm nicht innerhalb einer Sekunde eine realistische Erwartungshaltung und eine produktive Einstellung vermitteln kann, fing ich mit ihm ganz langsam an, setzte mich mit ihm an die Studiotheke und schrieb ihm einen guten Plan mit vielen effektiven Übungen auf. Er solle diese Plan die nächsten Wochen machen und wenn er noch Fragen hat oder vielleicht nicht weiß, wie die ein oder andere Übung funktionieren würde, würde ich ihm diese auch gerne zeigen. Zu meinem Erstaunen freute er sich sehr und fing sofort in völliger Begeisterung mit den Übungen an. Als ich jedoch am nächsten Tag ins Studio kam, frug er schon wieder eine andere Person um genau den gleichen Rat und ich konnte stellenweise mithören, wie er genau die gleichen Aussagen wie am Vortag machte. Wieder eine Woche später war das gleiche Bild im Studio zu bestaunen. Wieder frug er verschiedene Leute um Hilfe und welche Übungen und Pläne usw. denn nun am besten seien. So ging das noch eine Zeitlang bis man ihn gar nicht mehr im Studio gesehen hat. Dieses Beispiel ist leider mehr als typisch im Studioalltag. Es wird gar nicht nach einem richtigen Weg gesucht sondern nach einer schnellen Lösung, die es nun mal nicht gibt. Man will gar nicht wirklichjemanden finden, der einem ernsthaft hilft, sondern der einem nur zuhört und in seinem Verhalten bestätigt. Das hier ein nicht optimales Verhältnis zu sich selber vorliegt ist offensichtlich. Hier hat sich die Programmierung ,dass alles sinnlos sei und es ja eh nichts bringen würde extrem manifestiert. Mit so einer Beziehung zu sich selber und zum Training kann es niemals was werden, dass sollte jedem Menschen klar sein. Aber wie im oben beschriebenen Fall ist es das oftmals nicht. Dies hat viele Gründe aber es kommt am Ende immer wieder auf das Gleiche raus. Es herrscht ein extrem negatives Verhältnis zu sich selber und dem eigenen Körper. Training wird in einem solchen Falle gar nicht als etwas Positives angesehen.

In solchen Fällen ist ein Trainierender oftmals Opfer des sog. "Schmerz - Freude Prinzips". Wenn wir unseren Körper und damit verbunden unsere Muskeln verändern wollen, ist es wichtig zu verstehen wie diese funktionieren. Wenn wir uns z.B. vornehmen mit einer Gewohnheit zu brechen, dann bedeutet das im ersten Augenblick für unseren Körper Schmerz. Die innere Trägheit, ein Programm welches zum Schutz gedacht war, macht sich auf hinderliche Weise bemerkbar. Man will auf zu viel Kuchen, Süßes, Faulenzen, Feiern, Partys, Alkohol und Fernsehen verzichten, aber für irgendwas in uns bedeutet das im ersten Moment, dass ein gewohntes Programm, was bisher viel Freude gebracht hat, gestört wird. Man kann das ungefähr damit vergleichen, dass man einem kleinen Kind zunächst ein Spielzeug in die Hand drückt und dann nach einer kurzen Zeit verbietet, dieses weiter zu benutzen. Das kleine Kind kann in dem Augenblick nicht das Motiv hinter dieser Absicht erkennen und wird rebellieren. Genauso verhält es sich mit einem neuen Trainingsprogramm, einer neuen Übung, einer neuen Diät oder einem Rat etwas zu ändern oder einfach ab sofort und in Zukunft nicht mehr zu tun.

Wenn Sie also wirklich Erfolg haben wollen, dann ist der größte Widerstand, den es zu überwinden gilt, Sie selber. Den größten Sieg erringen Sie, wenn Sie es schaffen ein so positives und ehrliches Verhältnis zu sich selber aufzubauen, dass Ihnen das Wort "Selbstüberwindung" keinerlei Probleme mehr bereitet. Je geduldiger und beharrlicher Sie mit sich selbst sind, umso eher werden Sie all das erreichen, wovon sie träumen, wenn es um Training mit Gewichten und einer bewussteren Ernährung geht. Wenn Sie keine Geduld haben, eine Erwartungshaltung, von der Sie innerlich einfach wissen müssen, dass Sie diese einfach niemals erfüllen können, wenn Sie jede Anstrengung und jeden Verzicht als etwas Mühseliges, Negatives, Schmerzhaftes und Belastendes empfinden, dann werden Sie einfach nicht soweit kommen, als wenn Sie die ganze Sache als etwas Schönes, Befriedigendes, Positives und Angenehmes sehen. Ich kann Ihnen, lieber Leser, falls Sie sich mit der oben genannten Person selbst nur für eine kleinen Bruchteil identifizieren oder sich in ihr wiederfinden können, nur den echten Rat geben, dass Sie so schnell wie möglich daran arbeiten, dass Sie ein gesundes Verhältnis zu sich selber entwickeln. Dass Sie bereits regelmäßig zum Training gehen, ist für den Körper Druck genug. Wenn Sie das Spiel jetzt überbiegen, dann kann es sehr gut sein, dass Sie ohne es zu wollen, scheitern werden. Haben Sie Spaß am Training und seien Sie ehrlich zu sich selber. Belohnen Sie sich nach einem guten Training und klopfen Sie sich innerlich auf die Schulter. Reden Sie sich so oft wie möglich gut zu und sagen Sie sich ständig, dass Sie es schaffen werden. Je eher Sie erkennen, wie Sie Freude und Schmerz richtig dosieren und im richtigen Verhältnis anwenden, umso eher werden Sie alles erreichen, was Sie wirklich wollen.

Nicole Pfützenreuter

+++ Geben Sie Ihrem Sinn ein Leben! +++

Vor einiger Zeit traf ich eine Freundin wieder, welche ich schon seit einigen Jahren nicht mehr gesehen hatte. Sie hatte unter meiner Anleitung angefangen zu trainieren und wurde selber eine erfolgreiche Athletin. Danach verloren wir uns für einige Jahre aus den Augen und ich hatte zudem in der letzten Zeit auch nicht mehr viel von ihr in den Wettkampfnachrichten gelesen. Nun saßen wir zusammen in einem kleinen gemütlichen Restaurant und freuten uns, dass wir uns nach so langer Zeit endlich mal wieder getroffen haben. Noch bevor ich sie fragen konnte, wieso sie denn nicht mehr teilnehmen würde und warum man auch so nichts mehr von ihr hört oder liest, platzte sie mit einer langen Geschichte heraus, dass sie zwar noch regelmäßig trainieren würde aber ihr jeden Tag etwas anderes dazwischen kommen würde. Ständig gäbe es irgendwelche neuen Probleme in ihrem Leben, sie hätte dann aus Zeitmangel angefangen alle möglichen Blitz-Diäten auszuprobieren und auch einen Personaltrainer, erzählte sie, hatte sie schon zur Hilfe gezogen und dieser sollte ihr helfen sie wieder zu motivieren. Aber außer viel Geld und Zeit verloren zu haben, hätte alles wederrichtig geholfen noch wirklich was gebracht. Zudem würden sich Arbeit und Alltagshürden häufen und sie könne sich im Augenblick gar nicht richtig auf das Training und schon gar nicht auf einen anstehenden Wettkampf konzentrieren. Am Ende ihrer traurigen Story angelangt, frug sie mich verzweifelt was sie denn nur machen könnte und ob ich einen guten Rat für sie parat hätte.

Ich überlegte einen kurzen Augenblick und dann sagte ich zu ihr: "Die Lösung ist ganz einfach. Frage dich selber immer wieder >> Was will ich wirklich?!<<" Ihre Antwort überraschte mich in keinerlei Weise, da ich so Fälle schon sehr oft getroffen habe. "Ich will keinen Stress mehr und ich will nicht mehr ständig rumhetzen und keine Zeit mehr haben". Noch ehe sie groß Luft holen konnte sagte ich schlagartig und so das ihr klar werden musste, dass dies nicht die richtige Antwort und schon gar nicht eine hilfreiche Lösung sei: "Nein, du sollst nicht sagen was du nicht willst, sondern was du willst". Nun verstummte sie zunächst und man konnte deutlich in ihrem Gesichtsausdruck erkennen, dass sie nach Wörtern suchte. Ich erleichterte Sie um das angeleierte Zwiegespräch in ihrem Kopf und sagte: "So wird das nicht funktionieren. Wenn du dich weiterhin nur auf das konzentrierst, was du nicht willst, dann wirst du auch weiterhin nur genau das bekommen. So kann es einfach nicht klappen, weil weder dein Körper noch den Gehirn auf diese Art der Programmierung ansprechen werden." Jetzt wurden ihre Augen ein wenig größer und nach einem kurzen erleichterten Seufzer ihrerseits, spürend, dass das Gesagte nicht nur stimmte sondern ihr wirklich helfen könne, holte ich sofort weiter aus "Zunächst einmal ist es wichtig, dass du dir bewusst machst, dass dir keiner wirklich Verantwortung abnehmen kann. Weder ich noch ein Personal Trainer und schon gar nicht eine vorgefertigte Diät aus irgendeinemMagazin. Nur du alleine bist dafür verantwortlich, dass dein Leben genau in die Bahn läuft, in welche du es lenken willst. Dann sollte dir auch noch klar sein, dass deine Alltagsprobleme und sonstigen Dinge nicht einfach verschwinden werden und das man diese auch nicht einfach wegzaubern kann und der Tag dann auf wundersame Weise nur noch aus Training, Ernährung und Erholung besteht. Bei niemanden ist das so, weil auch das einfach nicht geht, also wird es auch bei dir einfach nicht anders sein." Jetzt unterbrach sie mich und ich spürte, dass sie zudem etwas aufgebracht ist "ja toll, aber was soll ich denn nun machen. Der Stress wird nicht verschwinden, was ich nicht will, wird auch nicht verschwinden und keiner, auch nicht du, kann mir helfen?! Ich verstehe dich leider nicht so ganz".
Ich schaute sie an, nahm dabei ein Schluck Wasser, welches wir zu Beginn unseres Treffens beim Kellner geordert hatten und sagte diesmal etwas eindringlicher: "Ich wiederhole abermals die Frage, die du dir solange stellen sollst, bis du die richtige Antwort weißt >>Was willst du wirklich!?<<" Ich sah wie sie innerlich verzweifelt nach Wörtern rang und noch eine Nummer hilfloser schien, als zu Beginn des Gesprächs. "Was willst du so sehr, dass es dich Tag und Nacht beschäftigt. Was willst du so stark, dass es dir die Energie gibt, jedes Training mit Feuer und Begeisterung durchzuziehen, wovon träumst du innerlich, dass du bereits jetzt weißt, dass du die nächsten Jahre dafür alles erdenkliche zu tun bereit bist?" Ich wusste, dass auch jetzt eine Antwort auf sich warten lassen würde und erklärte ihr ein paar wichtige Dinge, um ihr die Suche bei der Lösung einfacher zu machen. "Du hast einfach Deine Ziele und Träume aus den Augen verloren. Das hast du gar nicht bemerkt. Es hat sich in den letzten Jahren wie eine destruktive Abwärtsspirale einfach bei dir einschleichen können und nun sitzt es fest und bohrt immer weiter Löcher in dein Leben, dein Selbst und deinen Körper. Sieh mal - Dein Gehirn ist nicht nur dafür da, dass du dir Telefonnummern und Kalorienangaben merken kannst, es hat eine Einrichtung, das sog. >> retikuläre Aktivierungssystem<< kurz RAS genannt, die vor Überlastung durch zu viel Input, zu viele äußere visuelle Reize und Informationen und vor allem zu viele unnötige Gedanken schützt. Diese Filterfunktion wollte dir einfach helfen. Dein Gehirn hat genau wie dein Körper die Funktion, sich immer vorrangig um das zu kümmern, was in der augenblicklichen Situation am dringlichsten zu erledigen ist und was einfach die höhere Priorität besitzt. Dein Körper kann nicht wissen, was du willst. Er lebt nur im Hier und jetzt. Aber deinen Kopf….den musst du genau wie einen Computer darauf programmieren, was du willst. Dadurch werden deine Sorgen nicht verschwinden, aber sie werden an Macht und Bedeutung verlieren. Zudem werden Deine Energien wieder verstärkt auf das gelenkt, was du wirklich willst. Du musst dich praktisch einfach selber an den Haaren aus dem Loch ziehen, in welches du dich selber hast fallen lassen. Du programmierst dich einfach wieder um." Sie unterbrach mich, weil Ungeduld, Neugierde und Hoffnung aufkeimten und sie dies aufgeregt und unruhig zugleich werden ließen. "Und wie stelle ich das genau an, sag mir das bitte, ich werde sonst noch wahnsinnig". Ich hatte sie endlich erreicht und merkte, dass sie endlich bereit für eine echte positive Veränderung ist und führte meinen kleinen Vortrag weiter aus:

"Der Trick hierzu ist ganz einfach: Schreibe die nächsten Tage auf, was du willst, was du mit und im Training erreichen willst, wie du aussehen willst, welche Leistungen du in den nächsten Monaten an den Gewichten schaffen willst. Schreib es immer wieder auf und male es dir in Gedanken so oft und ausführlich aus wie es geht. Nimm dir die nächsten Tage mindestens zehn Minuten bei totaler Ruhe dafür, so intensiv wie möglich zu träumen. Nutze dazu ein dafür extra angelegtes kleines Buch. Schreibe auf dieses Buch >>Ich gebe meinem Sinn ein Leben<<. Setze dir vor allem Ziele, welche dich gedanklich reizen und welche dich wirklich motivieren. Nach und nach wird das Bild, von dem was du willst klarer werden. Du wirst einiges nach und nach streichen und das was dir wichtiger ist, wirst du nach und nach hervorheben. Von diesen besonders wichtigen Zielen machst du dir Kärtchen. Diese steckst du überall dort hin, wo du sie jederzeit sehen kannst. An den Badezimmerspiegel, neben das Bett, deinen Schreibtisch usw. Erlaube dir zu träumen und setze einfach nach und nach alle Ziele in kleinen Schritten um. Und schreib nur positive Dinge auf. Wenn du das jetzt nicht tust, wird dein Leben nämlich nicht besser werden und in einigen Jahren sitzen wir dann wieder hier und du beschwerst dich weiterhin nur darüber, dass du Verantwortung abgegeben hast und immer mehr aufgegeben hast. Mit ziemlicher Sicherheit wirst du dann gar nicht mehr trainieren und auch so völlig neben dir und neben dem, was du dann dein Leben nennst, stehen werden."

Sie hob erleichtert den Kopf und auch der Körper zeigte eine Gestik, welche darauf schließen ließ, dass sie ihre eigene Kraftzentrale wiedergefunden und angeschaltet hatte. "Das hört sich toll an, das mach ich sofort". Ich frug sie "Was heißt sofort?" Jetzt, heute Abend oder erst morgen?" Sie war leicht erstaunt, wohl merkend, dass ich jetzt nicht locker ließ und ihr auch keinerlei Gelegenheit geben wolle, dass der neu eingeschlagene Weg in den nächsten Minuten und Stunden wieder verlassen würde. Und sie spürte selber, dass etwas in Ihr freudig und energiegeladen zu gleichzurückgekehrt war. "Sofort!" sagte sie energisch und im nächsten Augenblick orderte sie beim Kellner einen kleinen Schreibblock und einen Kugelschreiber. Wir strahlten uns zusammen an und im nächsten Augenblick entschuldigte ich mich dafür, dass ich kurz auf die Toilette gehen müsse. Sie schaute mich leicht zwinkernd an und noch während ich vom Tisch aufstand fing sie so wild und von frischem Elan getrieben zu schreiben an, wie jemand, der gerade seinen ersten Liebesbrief verfassen würde. Als ich wieder an unseren Tisch zurückkam, hatte sie bereits drei kleine Seiten vollgeschrieben und las mir nun aufgeregt ihre Träume und Ziele für die nächsten Monate vor.

Ich sagte er noch, dass sie niemals aufgeben solle und ihr zudem bewusst sein soll, dass sich das alte Programm die nächste Zeit sehr gegen diese Veränderung wehren würde "Es wird erst schlimmer bevor es besser wird. Das gilt nicht nur für die Situation in einem Trainingssatz oder die Aufnahme einer umgestellten Ernährung, sondern das gilt immer, wenn du dich auf positive Weise verändern willst. Also sei darauf vorbereitet und lass einfach nicht locker". Sie verstand und nickte zumal ihr dieses Gespräch nicht nur neuen Mut sondern zudem auch Erinnerung an vergangene Vorbereitungen ins Gedächtnis zurückholte. Wir unterhielten uns noch ein paar Minuten, bezahlten unser Essen und verließen das Restaurant. Die nächsten Wochen meldete sie sich noch einige Male bei mir und teilte mir freudig ihre Veränderungen mit und das es ihr schon viel besser ginge. Dann hörte ich einige Zeit wieder nichts mehr von ihr. Aber schon am Ende des gleichen Jahres erhielt ich einen mit Freudentränen getränkten Anruf von ihr, in welchem sie mir mitteilte, dass sie sich gerade im Aufwärmraum der Wettkampfhalle eines Contests befand, in welcher sie vor Jahren schon mal teilgenommen hatte und dass sie gewonnen hatte und den kalten Pokal in diesem Moment gegen ihren neuen Körper drückte. Ich gratulierte ihr von ganzem Herzen und schlief in der gleichen Nacht mit dem beruhigenden Gefühl ein, einem Menschen, der mir sehr am Herzen liegt, wirklich geholfen zu haben.

+++ Mein Rat für den Anfänger: Progression - das vergessene Element +++

Wie oft habe ich schon diese Frage von ratsuchenden Trainierenden gehört:
" Was kann ich machen, damit meine Muskeln schneller wachsen", oder "ich trainiere schon so lange und ich werde einfach in den Übungen nicht besser, geschweige denn, dass meine Form sich verändert. Was läuft verkehrt?"

Man sollte sich zunächst die Frage stellen, Trainiere ich überhaupt effektiv, wie sehen meine Leistungen aus? Und vor allem: trainiere ich überhaupt progressiv?
Nur weil man Tag für Tag ins Studio rennt und sich vielleicht fürchterlich dabei anstrengt, heißt das noch lange nicht, dass man damit auch die gewünschten Erfolge erzielt.
Täglich sehe ich Trainierende im Studio, die schon von Anfang an einen 4 er oder gar 5 er Split machen, die an allen vorhandenen Geräten trainieren, ständig neue Übungen machen, alle paar Tage den Trainingsplan umgestalten und jedes neue Programm bereits nach einer Woche komplett über den Haufen werfen. Das teilweise über Jahre ewig und immer so machen und sich dann noch wundern, dass die Fortschritte ausbleiben.
Oftmals wissen sie es leider nicht besser und man kann ihnen deshalb keine Vorwürfe machen, man kann sie allerdings aufklären und dadurch wirklich helfen, in dem man ihnen ein paar ganz einfache Tatsachen verdeutlicht.
Aber worauf kommt es eigentlich an? Was ist wirklich wichtig um einen muskulösen Körper aufzubauen, um seinen persönlichen Traumkörper zu formen und was hat das mit Progression zu tun?
Ganz einfach: Wenn ein Trainierender nicht progressiv trainiert, wird er immer unter seinen Möglichkeiten bleiben oder gar teilweise gar nicht vorwärts kommen. Es ist so, als würde ein notwendiger Schalter einfach nicht gedrückt werden. Ohne Progression kein Kraft- und damit verbunden kein Muskelzuwachs.
Sobald man anfängt eine schwere Hantel in die Hand zu nehmen, kommt es zu vielen Reaktionen. Z.B. lernt der Muskel zunächst die neue Bewegung und schon nur alleine dadurch wird er in den nächsten Wochen mehr Gewicht und Wiederholungen in dieser Übung bewältigen können. Diesen Vorgang nennt man in der Sportwissenschaft "Verbesserung der Koordination", man spricht hier auch von "koordinativen Gewinnen". Erst wenn dieser Vorgang richtig "sitzt" kommt es nach und nach und zum überwiegenden Teil zu den Anpassungen, auf welche Trainierende vom ersten Tag aus sind: Muskelwachstum.
Das kann man sich ungefähr so vorstellen, wie wenn jemand Radfahren lernt. Zunächst lernt man ohne Stützräder zu fahren und muss sich daran gewöhnen, das Gleichgewicht zu halten. Erst wenn das klappt, kann schneller und fester in die Pedalen getreten werden.
Wenn nun ständig die Übungen gewechselt werden, kann sich keine Verbesserung der Koordination einstellen. Verbessert sich nicht die Koordination, kann nicht effektiv das Trainingsgewicht gesteigert werden. Ohne Steigerung der Gewichte wird der Muskel weder stärker noch massiver werden. Unterbreche ich also ständig einen Vorgang, welcher nun mal eine gewisse Zeit dauert, dann muss egal wie lange, egal wie hart, egal wie oft zuvor trainiert wurde, immer wieder von vorne angefangen werden. Es ist einfach bisher nichts gravierendes passiert, egal wie viele Bäche von Schweiß schon geflossen sind.
Eine andere Gruppe von frustrierten Trainierenden im Studio macht zwar immer die gleichen Übungen, aber nimmt über die Jahre immer die gleichen Trainingsgewichte. Auch das wird leider nichts werden, denn sobald sich der Muskel angepasst hat, muss der Widerstand erhöht werden. Wer immer das gleiche hebt, drückt und zieht wird auch immer gleich aussehen. Das ist einfach ein Fakt. Nicht selten wird die Anzahl der Übungen, Sätze, Trainingstage usw. erhöht und noch viel öfter wird sich dann mehr mit Ernährung beschäftigt, als mit dem Training. Das sind aber alles Ausweichmethoden, welche leider nur weiter vom wesentlichen ablenken: Stärker werden.

"Everybody wants to be a Bodybuilder, but no one wants to lift heavy weights" Ronnie Coleman

Die Gründe für die Ausweichmethoden im Studio sind vielfältig. Halten wir mal drei fest:
Angst, Ungeduld, Unwissenheit.
Angst könnte man in diesem Falle auch Trägheit oder die Macht der Gewohnheit nennen. Aber es kommt am Ende auf das Gleiche raus: es wird einfach aus Angst vor der Belastung nicht das Gewicht gesteigert. Widerstandstraining ist aber nun mal schwer, es geht um schwere Gewichte und schweres Eisen. Wer das nicht einsehen will, hat sich einfach im Studio verlaufen und sollte sich schnellstens wieder abmelden, um Platz für jene zu machen, die wirklich Gas geben wollen und den nötigen Mut haben.
Ungeduld ist ein weiterer Punkt. Viele Trainierende haben einfach keine realistische Vorstellung darüber, wie lange es dauert, bis man einen schöneren und athletischeren Körper entwickelt hat. Es wird sich an Werbeanzeigen festgemacht, welche Resultate in kürzester Zeit versprechen. Aber - das ist doch nur "Werbung". Niemand hat sich dabei was ernstes gedacht, jeder weiß doch einfach, dass es nur eine Show ist, eine gesellschaftliche akzeptierte Form des Lügens, halt nur ein "Werbeslogan". Es geht auch niemand davon aus, dass man durch den Verzehr eines Energy-Getränks auf einmal Flügel bekommt, nur weil die Werbeanzeige des Produkts damit wirbt.
Womit direkt der nächste Punkt angeschnitten wird: Unwissenheit. Man sollte nicht Dummheit sagen, auch wenn die Sache mit der Werbeanzeige und die damit verbundene Naivität einiger Konsumenten, schnell zu solchen Pauschalisierungen verleitet. Trainierende wissen einfach die banalsten und wichtigsten Dinge nicht. Sie lesen weder entsprechende Literatur, noch fragen sie erfolgreich Trainierende, noch scheint es sie sonderlich zu interessieren wie es wirklich geht. Wenn dann etwas gelesen wird, sind es abermals nur die Werbeanzeigen in einem Muskelmagazin oder fiktive und exotische Artikel von 60Kg-Experten in diversen Foren. Heutzutage einen Trainierenden im Studio zu finden, welcher schon mal ein Buch über die Thematik gelesen hat, ist beinahe so selten geworden wie ein Lottogewinn.
Beißen Sie sich an einer Handvoll Grundübungen fest. Schwere Lang- und Kurzhantelübungen heißen nicht umsonst Grundübungen. Sie sind essentieller Bestandteil eines jeden Trainings, welches auf Fortschritt ausgelegt ist. Dazu gehören z.B. Rudern, Kreuzheben, Kniebeugen, Bankdrücken und viele mehr. Jeder erfolgreiche Athlet in der Geschichte des Trainings, im Bodybuilding und des Eisensports generell, hat mit Hilfe dieser Übungen einen fantastischen Körper aufbauen können. Es gab und gibt einfach keinen anderen Weg. Konzentrieren Sie sich darauf, die richtige Technik zu erlernen, lassen sie es sich von Leuten zeigen, die Ahnung haben (wirklich Ahnung und die sich nicht nur irgendwelche Trainerlizenzen gekauft haben) machen Sie sie immer wieder und wieder.
Versuchen sie, in diesen Übungen systematisch und schrittweise stärker zu werden. Ihr Körper wird sich nach und nach mit einem positiv veränderten Aussehen an die Leistung anpassen. Sie werden begeistert sein.
Ob Sie nun einen Fitness- oder Mr. Olympia Körper aufbauen wollen, an der schweren Langhantel kommen Sie nicht vorbei, einen anderen Weg gibt es einfach nicht.
Ohne die Langhantel kommen sie nicht weiter, auch wenn es noch so schöne Maschinen in ihrem Studio gibt, die Sie am liebsten jeden Tag machen wollen. Natürlich können sie diese Maschinen in ihren Trainingsplan einbauen, es macht ja auch Spaß an ihnen zu trainieren.
Den Focus legen sie aber auf die Grundübungen. Die Übungen an den Maschinen können sie auch ruhig immer mal wechseln, damit es ihnen nicht zu eintönig vorkommt.
Die Grundübungen begleiten sie durch ihr ganzes Leben!
Hierbei entscheidet sich wer ein Fighter ist und wer es wirklich ernst meint mit dem Muskelaufbau. Immer noch eine Wiederholung machen, wenn man schon glaubt, es geht nichts mehr und noch eine, der Körper ist am zittern und am beben und noch eine, wieder und wieder.
Sie sollten sich verinnerlichen, dass ihr Körper genau so aussieht, wie die Leistung, die Sie in schweren Lang- und Kurzhantelübungen bringen.
Haben Sie Geduld, Sie werden nicht morgen früh aufwachen und ihren Wunschkörper im Spiegelbild vorfinden, nur weil sie einmal schwer trainiert haben. Geben Sie Grundübungen vor allem Zeit.
Es dauert sicher eine Weile, bis es so aussieht, wie Sie es sich vielleicht heute vorstellen oder wie Sie es täglich in den Medien sehen.
Erste Erfolge könne Sie schon nach ein paar Wochen und Monaten verzeichnen, dann sind Sie auf dem richtigen Weg.
Führen Sie ein Trainingstagebuch, damit es Ihnen leichter fällt Ihre Leistungen zu kontrollieren.
Also ran ans Eisen, trauen Sie sich, besser noch heute als morgen, heute ist der Tag, an dem Ihr neues Leben beginnt.



"Stay strong" and "Always believe"

Nicole Pfützenreuter, IFBB Pro

+++ Traumdomino Bodybuilding oder "Live your dreams"! +++

Bodybuilding ist im wahrsten Sinne des Wortes ein traumhafter Lifestyle.

Durch das Training kann man sich nicht nur unheimlich viele Träume erfüllen, sondern es kommen immer noch weitere hinzu.
Es ist wie die Geschichte mit dem winzigen Samenkorn, aus dem ein riesiger Baum wächst, wo ständig neue Äste und Zweige wachsen und immer wieder neue Blätter hervorspriessen. Als ich 1997 das Leistungszentrum von meinem Mann Karsten betrat, wurde der Traum geboren, einen schönen, starken und leistungsfähigen Körper zu entwickeln.
1998 bei meinem ersten Besuch auf der Fibo, wo ich Denise Masino kennen lernte, entstand der Traum einmal genau so eine erfolgreiche Athletin und Model zu sein, wie sie und all die anderen vielen Bodybuilderinnen.
1999 startete ich meine erste Diät, mit über 100Kg und träumte davon über 30kg abzunehmen und mit der erfolgreichen Fettabnahme + Wettkampfteilnahme im BB noch im gleichen Herbst kam der Traum von weiteren faszinierenden Wettkämpfen hinzu, welche sich im Laufe der nächste Jahre bis auf die Profiebene manifestieren sollten.
Durch die vielen Reisen und die Teilnahmen bei amerikanischen Profiwettkämpfen lernte ich meine Freundin Yvette Bova kennen und seit ich bei ihr in ihrem sonnigen und palmengeschmückten Pool in Orlando, Florida lag, ließ mich die Vorstellung auch mal in einem Land zu leben, wo das ganze Jahr die Sonne scheint und strahlt, nicht mehr los. "Mit einer der größten Vorteile von Kalifornien ist, dass hier immer die Sonne scheint" sagte schon der King des Bodybuilding (A.Schwarzenegger) in Joachim Strzeletz schönen Buch "Aus Liebe zum Eisen", also wieso nicht selber auch alles darauf ansetzen, irgendwann mal in einem wundervollen Land zu leben, welches die perfekten Rahmenbedingungen für ein Leben in Kraft, Gesundheit und höchstem Wohlbefinden bietet?!
Als dann noch einige Freunde von uns nach Gran Canaraia auswanderten, stand die Sache schon fast für mich fest und es sollte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis dann letztendlich im März letzten Jahres ein Kurzurlaub auf die Insel des ewigen Frühlings unternommen wurde.
Wiederum durch das Bodybuilding ergaben sich schnell viele neue Freunde und Bekanntschaften, welche eine große Hilfe bei der Planung und Umsetzung waren und im Juli wurden dann schließlich die Koffer gepackt und es ging per "One Way" Ticket nach Gran Canaria.
Es ist hier einfach traumhaft schön, an jeder Ecke findet man hier Bodybuildingstudios und die offene und lebensbejahende Mentalität der Menschen rundet wahrhaft paradiesische Zustände ab.


Ich kann immer wieder nur jedem Menschen ans Herz legen, mit dem Gewichtstraining anzufangen. Was den Körper auf positive Weise verändert, verändert auch das ganze Leben.

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+++ Update aus dem Shemusclegym in New York +++

Nicole

Ich war in einem der schönsten Bodybuildingstudios der Welt trainieren und hab dort einen der besten Bodybuildingfotografen der Welt getroffen.
Sein Name ist Brian Moss und sein Studio ist das Shemusclegym in New York.
Das Studio ist wunderschön, sehr alte Geräte und alles ist auf extrem retro gemacht. Alles stimmt auf den Punkt genau , die Hanteln sind alt und rostig, genau wie die Gewichtsscheiben und die Maschinen auch.
Brian Moss ist wirklich ein Künstler und er versteht es, eine Bodybuilderin richtig in Szene zu setzen und den Moment genau festzuhalten.
Wir haben weit über 500 Bilder gemacht.
Hier mal ein kleiner Auszug, bzw die ersten 42 Fotos.

Hier geht's zur Galerie! Viel Spass beim Schauen

Shemusclegym 2010
Shemusclegym 2010
Shemusclegym 2010
Shemusclegym 2010 Shemusclegym 2010

Neuigkeiten zur New York Pro Show
Jetzt sind es nur noch ein paar Wochen bis zur New York Pro Show am 8. Mai.
Meine Vorbereitung läuft bestens, das will ich Euch natürlich nicht vorenthalten.
Hier könnt Ihr einige Videoclips sehen, die ich in den letzten Wochen gemacht habe.
Ich wünsche Euch viel Spass beim Schauen.

http://www.youtube.com/watch?v=45T8FosaEJw
http://www.youtube.com/watch?v=4Ke5i8anYvY
http://www.youtube.com/watch?v=7OnyolK9Hxk
http://www.youtube.com/watch?v=R5VhC7NMg3s
http://www.youtube.com/watch?v=6dhzyjbujkw
http://www.youtube.com/watch?v=C-cBdNDQEP8
http://www.youtube.com/watch?v=lzSz0NOMCkk

Die nächsten Tage und Wochen werde ich Euch natürlich auf dem Laufenden halten, also schaut öfter mal in die News

Never Surrender

Nicole

Karstens neue Pitt-Force® Seite ist online
Endlich ist es soweit und die neue Pitt-Force® Seite ist online!
Unter www.pitt-force.net findet Ihr immer neue Infos und Clips und ab demnächst auch das neue Forum.
Viel Spass Beim Stöbern.

Nicole

+++ UPDATE +++ UPDATE +++ UPDATE +++
Ich wünsche Euch allen erstmal  ein frohes und erfolgreiches neues Jahr. Für 2010 habe ich mir einiges vorgenommen. Als erstes steht  die New York Pro Show am 8. Mai an und natürlich werde ich auch auf der diesjährigen Fibo zugegen sein und Euch Eure Fragen beantworten und in Topform die Bühne rocken.
Meine Wettkampfvorbereitung habe ich bereits begonnen, es werden regelmäßig Updates mit Fotos/ Clips auf dieser Homepage erscheinen.
Hier mal meine Lieblingsbilder von 2009, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Vom letzten Pitt-Force Treffen gibt es auch einen neuen clip zu sehen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Anschauen.

Nicole

My Favorites 2009
My Favorites 2009
My Favorites 2009
My Favorites 2009 My Favorites 2009

Vorankündigung FIBO 2009 Essen
Nicole in Tampa, FL

Noch ein paar Tage, dann ist es wieder soweit und die FIBO öffnet ihre Tore.

Ich werde am 24, 25. und 26. April dort sein und erstmal mächtig Motivation tanken. So viele Muckis auf einen Haufen sieht man sonst in Deutschland ja nicht so oft.

Zum ersten Mal werde ich auch auf der grossen Bühne in der FIBO POWER Halle auftreten. Darauf freue ich mich schon ganz besonders. Ihr könnt Euch auf eine tolle Show in super Form freuen, habe dafür knapp 10 Wochen Diät gemacht.

Natürlich stehe ich auch alle drei Tage für Euch am BODY-ATTACK Stand für Autogramme und Fragen zur Verfügung.
Das ganze Body-Attack Team wird wieder mit Produkten vor Ort sein und ich bin mir sicher, dass es wie im letzten Jahr eine Menge Spass geben wird.

Besonders freue ich mich auf Thilo Pasch und seine Freundin Katrin Güth, wir sehen uns auch regelmässig in deren Studio Alma Sports in Gelsenkirchen.

Ausserdem werden wir auch einige limitierte Exemplare des bereits jetzt legendären PITT-FORCE Buches mitbringen. Wer sich ein Exemplar sichern will, kann vor Ort nachfragen und es auch gerne vom Autor selbst signieren lassen.

Also, ich hoffe, wir sehen uns auf der Fibo,
lasst Euch das Event nicht entgehen,

xoxoxo

Nicole

Der PITT-FORCE FELDZUG GEHT WEITER !

"Der PITT-FORCE FELDZUG GEHT WEITER !"

Das Training mit dem ich Profi geworden bin - die Revolution im Muskelaufbau!

Jetzt in der neuen Ausgabe der Sportrevue (01/2009):

MASSESCHUB - Neue Muskeln mit P.I.T.T. - Force

Ein MUSS für jeden ernsthaft Trainierenden.

Erfolgsgarantie inklusive!

Viel Spass beim Lesen und vor allem viel Erfolg!

 Nicole

"never give up"

Sport Revue Ausgabe 01/2009

Telefoninterview mit Jürgen Reis

Vor einigen Wochen, hat Jürgen Reis (Extremkletterer und Buchautor) mich für seine Website am Telefon interviewt.
Er gehört auch zum Body-Attack Team, so wie ich auch.
Er hat schon viele namenhafte Athleten wie Ronnie Coleman und Günther Schlierkamp usw interviewt, was mich natürlich sehr stolz macht.
Ab sofort ist das Interview online auf  http://www.power-quest.cc/
Es geht um die Themen Training, Ernährung, Wettkämpfe und auch um allgemeine Themen.

Viel Spass beim Zuhören und nicht vergessen:

"always believe and never give up"

Nicole

Gastauftritt bei der BXI 2008

Gastauftritt bei der BXI 2008 in Frankfurt

Jetzt ist es offiziell. Ich komme zu einem Gastauftritt zur Body Extreme Invitational am 4. Oktober 2008 nach Frankfurt.

Ich habe nicht nur meine gute Form von Tampa bewahrt, ich habe sogar noch eins draufgelegt.

Das Starterfgeld ist RIESIG und es wird bestimmt eine tolle Bodybuildingshow.

Ich freue mich Euch zu sehen

Nicole

BXI Veranstaltungsplakat

Sheer Desire - Mein Weg nach Tampa
Es ist ein schrilles Geräusch. Laut, grell und kalt. Unter normalen Bedingungen würde man das Ertönen des Weckers mit allem Möglichen assoziieren, aber es sind keine normalen Bedingungen. Es ist Samstag Morgen fünf Uhr und es ist kein normaler Samstag Morgen, sondern der lang ersehnte Wettkampftag meiner Vorbereitung auf einen endlich wahr gewordenen Traum: die Tampa Pro Show in Florida. Mein Mann Karsten hört mal wieder nichts und ich muss ihn mehrmals wecken, um ihn aus dem Bett zu bekommen. Ich lass ihn noch eine halbe Stunde länger schlafen und fange schon mal langsam alleine an diesen wichtigen Tag zu starten. Aber das ist nicht schlimm. Er hat sich ein etwas längeres Ausschlafen mehr als verdient. Letztendlich hat er die letzten Monate mit mir zusammen durchgestanden und immer zu mir gehalten - egal welche Launen, egal welche Hürden auch kamen und das Wichtigste – ohne seine Hilfe, sein Wissen und seine Betreuung wäre ich niemals in diese Form gekommen. Er betreut BB Athleten nun seit beinahe 20 Jahren, hat jede Vorbereitungsmethode, jedes Trainingssystem und jede Diät bei sich oder anderen Athleten jeglicher Ebenen durchexerziert und auf seine Wirksamkeit geprüft, war u.a. Sportwart der IFBB NRW und sein Insiderwissen ist mittlerweile auch im Internet sehr bekannt. So wusste ich, dass ich mich wie immer zu 110% auf sein Vorgehen verlassen konnte. Seit dem Jahre 1997, in dem wir uns in seinem damaligen Leistungszentrum kennen gelernt hatten, konnte ich mich Dank seiner Betreuung stetig verbessern und mein Wachstumspotential Jahr für Jahr konstant ausbauen.Seit ich mich 2002 unserem Trainingssystem PITT-Force® mit Leib und Seele verschrieben habe, akzelerierte sich der Erfolg noch mal um ein Vielfaches und es war somit mehr als klar, das auch dieses Mal weder beim Training für diesen Wettkampf noch bei der Diät ( 'PITT-Ripped') keine andere Option als die PITT-Force® Prinzipien für mich in Frage kamen. Für Frauen ist PITT-Force® zudem mehr als optimal, da es aufgrund des geringen Volumens (mehr als ca. fünf harte Sätze pro Workout gesamt sind für die meisten Trainierenden und gerade für Frauen, die von Natur aus noch weniger Umfang als die Männer vertragen, einfach das sichere Ende) kaum Übertrainingssymptome provoziert und dies selbst auf meinem Level. Das Resultat seit der letzten Vorbereitung konnte sich sehen lassen – ich habe 3 kg reine Muskelmasse in den letzten neun Monaten aufbauen können bei gleichzeitig noch nie erreichter Härte. Wobei man noch anmerken muss, dass dieser Zuwachs sicher nicht nur in der recht kurzen Massephase von fünf Monaten erzielt worden ist, sondern auch in den 12 Wochen der unmittelbaren Vorbereitung. Dies bestätigt für mich persönlich nicht nur wieder die Wirksamkeit von PITT-Force® sondern auch, dass es unter den richtigen Umständen wohl sehr gut möglich ist, gleichzeitig zu hungern und dabei Muskeln aufbauen zu können.

Aber zurück zum Wettkampfmorgen, in das Hotelzimmer des glamourösen 'Hyatt', in welchem alle Athleten der Veranstaltung luxuriös und mehr als würdigend untergebracht worden waren.
Ich schaute auf meine linke Hand. Ich hatte meine Fingernägel extra in USA Farben anfertigen lassen, um meine Begeisterung für dieses Land, in welchem man den Bodybuilding Life Style mehr als anderswo auf dieser Welt 24 Stunden am Tag atmen, leben und genießen kann zum Ausdruck zu bringen. Es fehlten vier Fingernägel und dann fiel mir ein, dass ich sie mir letzte Nacht um 1 Uhr morgens abgebrochen hatte. Es war ein Riesentheater. Durch die harten Anstrengungen der letzten Wochen lagen meine Nerven mehr als blank und so etwas fehlte mir gerade noch. Ich hätte in dem Moment am liebsten alles hingeworfen bis Karsten mir mit gewohntem humorischen Anspielungen klar machte, das es mehr als lächerlich ist, sich wegen so was aufzuregen, nachdem ich quasi die letzten Wochen durch die Hölle gegangen war, um diesen Tag zu erleben.

'Ständig lachst du dich über Tucken und Barbie Figurathletinnen krumm und schief und nun machst du selber einen Tanz wie eine der prüden Omas in der Kleinmädchenserie Sex in the City. Das du morgens und abends radeln musst, was einem Ausdauermuffel wie dir wie die Hölle vorkommen musst und dass Du jeden Tag Tonnen von Eisen, mit deinem ausgezehrten und von Diät und Training geschundenen Body, stemmst und unter rauchenden, glühend heiß gelaufenen Kabelzügen ziehst und

dabei eine Ernährung durchhalten kannst, die jeden normalen Sterblichen in den Wahnsinn treiben würde, das scheint dir nix auszumachen – aber wegen vier besch... Plastikfingernägel willst du jetzt das Handtuch schmeißen, wo du mir jeden Tag vorjammerst wie albern du es findest, dass man aus Gründen der Weiblichkeit so etwas tragen muss... Ich bitte dich, dass kann nicht dein Ernst sein.
Keiner wird es sehen, wenn du es nicht willst!
Franco Colombo war trotz schwerem Handicap an einem Oberschenkel aufgrund eines tragischen Unfalles vor seiner Vorbereitung letztendlich 1981 Mr. Olympia geworden und niemand hat es in der Posingrunde gesehen, weil er sich so geschickt bewegt hatte und seine Posen so bedacht wählte, dass dieser kleiner Nachteil einfach nicht ins Gewicht fiel. Mach es doch genauso – gestalte deine Posen so, dass man es nicht sieht. Denk immer daran: ein Bodybuilder kann alles schaffen, also wo ist das verdammte Problem?!'

Als mir seine Worte einfielen musste ich im Badezimmer selber über mich lachen. Er hatte ja recht. Ich lachte weiter, nicht nur wegen der Nägel sondern weil der Spiegel beim Anspannen der Bauchplatten eine Form zeigte, welche mich vor mir selber erstaunen ließ. Ich war in Topform angereist und alles hatte wie geplant geklappt. Aber die nochmals drastische Verbesserung über Nacht, welche Karsten schon am Abend zuvor versprochen hatte, haute mich beinahe um.

Ich hatte Adern und Streifen von oben bis unten. Sogar auf den Beinen und dem unteren Rücken waren erstmalig feine Äderchen zu sehen. Die letzten 48 Stunden hatten somit ihre volle Wirkung entfaltet.
Diese letzten 48 Stunden, welche in einer BB Diät über hart oder glatt entscheiden können, hatten das Spiegelbild erzeugt, welches ich mir die letzten anstrengenden und schweißtriefenden Wochen so sehr gewünscht hatte. Ich war total Happy und rannte freudig schreiend zurück ins Schlafzimmer.
Der Plan war aufgegangen und nun konnte nichts mehr schief gehen. Wie vorhergesagt, hatte sich mein Muskelvolumen erhöht, gleichzeitig hatte sich die Hautdicke abermals vermindert und das alles ohne weder einzufallen, noch glatter und leerer zu werden. Einfach fantastisch.
Wenn man einmal die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Wasserhaushalt, Flüssigkeitszufuhr und Reduktion, Salz und anderen wichtigen Mineralien wie z.B. Kalium verstanden hat und sich an deren eigene einfache Regeln hält, kann so schnell nichts mehr schief gehen und man ist auf den Tag genau in Topform. Der gefürchtete 'Jet Lag' hatte mir keinen Strich durch unsere Rechnung gezogen und ich war echt heilfroh, dass ich nun dieses Paket auf der Bühne präsentieren konnte.

Die Vorbereitungszeit war eigentlich viel zu kurz. Ich war gerade in einer sogenannten Massephase und es waren noch Monate des weiteren Aufbaus geplant. Glücklicherweise hatte ich mich auch in der 'Off Season' recht bewusst ernährt. Als ich am Abend vor dem Start meiner Vorbereitung Karsten frug ob er mich auch unterstützen würde, wenn ich doch schon dieses Jahr, trotz unserer Vereinbarung erst mal vom Wettkampfgeschehen zu pausieren, wieder mitmachen würde, sagte er ziemlich angespannt und leicht genervt, dass es sehr sehr eng wird. Es wird nicht unmöglich aber halt sehr knapp und es darf diesmal nichts schief gehen.

Aber im nächsten Moment, nachdem sich sein zuvor leicht geschocktes Gesicht (kleine Anmerkung: eine Wettkampfvorbereitung ist kein Spaziergang und für jede Partnerschaft eine echte Prüfung) wieder in gewohnte Formen entspannte, sagte er auch, dass dies eine gute Möglichkeit sei, die Überlegenheit von PITT-Force® und PITT-Ripped zu untermauern.

'Dann kannst du wie Arnold anschließend eine Werbekampagne starten nach dem Motto: In 77 Tagen ....bla bla bla in Topform' sagte er laut lachend (Anmerkung: Arnold hatte sich 1980 in einem umstrittenen Wettkampf innerhalb kürzester Zeit in Form gebracht und anschließend erschien eine Werbung für sein damaliges 'Aminovit' mit dem Slogan 'Härtestes Training , strengste Diät und die Einnahme von Aminovit brachten mir diese Form usw.').

Normalerweise setzen wir den zeitlichen Rahmen für meine Wettkampfdiät sehr lange an. Ich lege zwar, und dem lieben Gott sei für diese Gene gedankt, recht schnell an Masse und Kraft zu, aber wenn es um das Thema Abnehmen, Diät und damit verbunden 'Hungern' geht, dann wird mein eiserner Wille auf das Extremste geprüft.
Sorry, aber ohne ein gewisses Maß an Magenknurren geht es in einer Wettkampfdiät nicht. Darüber sollte man sich im Klaren sein. Wenn man ein Aussehen weit unter 10% Körperfett anstrebt, was für den menschlichen Körper einen pathologischen Zustand darstellt und was aus eben diesen Gründen keinesfalls dauerhaft angestrebt werden sollte und auch nicht kann, dann sollte man sich von Anfang an vor Augen halten, dass dies kein wünschenswerter Zustand für den Organismus darstellt und er sich alle möglichen Tricks einfallen lassen wird, um ein vorzeitiges Aufgeben dieses lebensfeindlichen Vorhabens zu beschleunigen.
Wenn ein Intensitätstraining (PITT-Force®) mit Gewichten (also ein so hohes Gewicht wie möglich, so oft wie möglich zu heben) schon die Prüfung der mentalen Fähigkeiten schlechthin darstellt, so ist eine dabei gleichzeitig gehaltene Diät die Meisterprüfung eines jeden ernsthaft Trainierenden. In diesem Sinne ist BB einfach mit keiner anderen Sportart vergleichbar. Dagegen ist alles was man an sonstigen körperlichen Aktivitäten so kennt und sieht leider nur ein Picknick. Was BB Wettkampfathleten in solch einer Vorbereitung leisten, geht über jedes normale Vorstellungsvermögen hinaus. So etwas muss man in keiner anderen Sportart erleiden. Diäten und trotzdem alles geben.
Wer meint man müsse nur noch mit Pipigewichten trainieren und könne mit irgendwelchen Formeln und schmackhaften, toll klingenden Hausfrauenrezepten für die begehrte 'Cellu und Bauch weg Figur' mal eben in beinahe fettfreie Form kommen, der wird sich wundern, wie schnell seine schwer antrainierten Muskeln verschwinden. Bis zwei Wochen vor dem Event sollte annähernd die gleiche Leistung erbracht werden, sonst ist irgendwas mächtig schiefgelaufen oder man hat einfach etwas falsch verstanden.

Meine Vorbereitung gliedert sich in vier Phasen. Eine Wettkampfdiät sollte man mit ca. 15% plus minus ein paar Prozent starten. Dies sollte jedoch zumindest im BB kein Problem darstellen bzw. echte BB haben kein Fettproblem, sondern eher ein Wasserproblem. Wer richtig und hart genug trainiert ist einfach nicht fett Punkt.
Diesmal musste ich aus zeitlichen Gründen schon mit Phase zwei anfangen, aber das war aufgrund meiner hohen Motivation und dadurch das ich schon in der Off-Season mich größtenteils sehr bewusst ernährt hatte keine Hürde.Hier der grobe Plan + ein paar knappe Ausführungen:

1. Phase - ca. zwei bis vier Wochen:

Sämtliche unnatürliche Lebensmittel wie Fast Food und Süßigkeiten fallen nach und nach weg. Die tägliche Ernährung wird auf bestimmte Rhythmen umgestellt - morgens Fasten, ab mittags in bewusst zeitlichen Abständen geplante und korrekt zusammengestellte Mahlzeiten und gegen Abend wird die Nahrungszufuhr vermindert. Wenn man seinen eigenen Rhythmus ausgeknobelt hat, dann braucht man sich auch nicht davor fürchten, dass der Stoffwechsel während der Diät runterfährt und erspart sich somit schlecht kontrollierbare 'Fress- und Schaukeltage' und ähnliche dubiose Methoden.

2. Phase - ca. zwei bis vier Wochen:

Alle Getreidesorten (außer Reis), Hülsenfrüchte, Nüsse und Milchprodukte fallen unter den Tisch und es werden nach und nach nur noch Lebensmittel verzehrt, welche eben nicht den Fettstoffwechsel, den Wasserhaushalt und den körpereigenen Insulinspiegel negativ beeinflussen. Der eigentliche Prozess, den Körper auf Wettkampfform umzuprogrammieren hat begonnen. Es wird überprüft ob der Körper diesmal eher auf Low Carb oder Low Fat anspricht und dementsprechend wird die Zufuhr der Nährstoffe gewichtet. Die Flüssigkeitszufuhr wird an die neue Situation angepasst und die genaue Menge an gewählten Lebensmitteln in dieser Phase (Eier, Geflügel, Fisch, Reis, Salat, Gemüse usw.) ermittelt.
Kalorienzählen und Sündentage sind nicht drin. Eine BB Diät ist keine Matheaufgabe und die meisten Formeln und Praktiken in der Richtung sind leider nur auf dem Papier gut aber in der Real World eine Milchmädchenrechnung und pure Fiktion.

Wenn man angeblich nur einfach weniger zu sich nehmen müsste, als man verbrennt ... dann könnten sich alle Weight Watchers Clubs vor Waschbrettbäuchen nicht retten und jeder Teilnehmer eines jeden Contests wäre furztrocken und die Kampfrichter hätten eine Menge weniger Arbeit. Aber so ist es eben nicht. Das sogenannte 'Cheaten' während einer Diät ist keine richtige Hilfe und nur etwas für Schwache. Zudem macht man es sich auf lange Sicht dadurch nur schwerer als es schon ist.

Ich wäre nicht stolz, wenn ich nicht alles geben würde und 'sündigen' würde und dann am Ende womöglich noch eine gute Platzierung erhalte. Aber das scheint wohl Einstellungssache zu sein. Ich kann mich damit jedoch nicht identifizieren und es ist in meinem Sinne etwas, das nichts mit der Sache zu tun hat, die ich in einer gewissenhaften Vorbereitung liebe, lebe und atme.

'Je härter es ist, umso härter wird man am Ende sein' und 'der Weg ist das Ziel' Punkt.

3. Phase - ca. sechs bis acht Wochen:

Thunfisch, Eier und Obst fallen weg. Es bleiben Reis, Geflügel, Salat, gute Öle und als Gemüse Broccoli.
Die Kombination aus Lebensmittelzufuhr, Wasser (pur!), Salz, Trainingsumfang und Häufigkeit, Cardio usw. werden akribischst festgelegt und untereinander auf drei Stellen nach dem Komma eingestellt. Auch die Supplements fallen die letzten vier Wochen vor dem großen Tag nach und nach raus.
An dieser Stelle einmal ganz großen Dank an die Firma Body Attack und Jan Budde, welche mich mit ihren tollen und vor allem leckeren (z.B. Extreme Whey Deluxe ...Schokogeschmack! hhmmm...) Produkten all die Jahre und auch in dieser Vorbereitung immer unterstützt hat.

4. Phase - die letzten zwei Wochen vor dem Wettkampf:

Ziel einer Vorbereitung ist, dass man schon vierzehn Tage vor dem Wettkampf sein 'Fett weg hat'. Fett kann man nicht anspannen und auch nicht entwässern. Das eigentliche Wettkampfgewicht sollte erreicht sein mit ca. 2 Kilo Spiel (subkutanes und extrazelluläres Wasser). In den letzten Tagen geht es fast nur noch um das Verhältnis von Wasser, Kalium und Natrium bzw. um die Hautfaltendicke. Wenn das subkutane Fett abgebaut wurde, ist das nächste Ziel, das die Hautfaltendicke am unteren Rücken annähernd bis gleich der Hautfaltendicke auf der Handrückenfläche ist. Die Trainingsgewichte werden gesenkt, weil durch die Beeinflussung des Mineralienhaushaltes und damit verbunden des Wasserhaushaltes in der Muskelzelle (intrazelluläres Wasser) es zum einen kaum noch möglich ist, die gleiche Leistung wie die Wochen zuvor zu bringen, noch es ratsam ist, in dieser Phase zu schwer zu trainieren (Verletzungsgefahr durch fehlende Pufferwirkung des Wassers in Muskeln und Gelenken). Es gilt jetzt nun nur noch das Ei hinter die Linie zu bringen. Muskelaufbau und vor allem der Fettabbau sollten abgeschlossen sein. Die letzten vierzehn Tage sind reine Nervensache. Der KFA sollte bei ca. 5% angelangt sein plus minus zwei Prozent je nach Athlet und Umständen usw. Posing sowie Kür werden jeden Tag geübt, dafür fällt das Cardiotraining immer mehr unter den Tisch. Das letzte Beintraining findet statt und die Kohlenhydratspeicher in den Muskelfasern (Fibrillen) werden durch systematisches Entleeren und Füllen auf den Wettkampftag hin noch mal prozentual vergrößert.
Ich möchte darauf hinweisen, dass es weder nötig noch ratsam ist, seinen Wasserhaushalt chemisch zu manipulieren ( Diuretika). Es ist ein russisches Roulette Spiel, bei welchem auf fünf Kugeln ein glatter, leerer und verkrampfter Totenkopf eingeritzt ist und nur auf einer Kugel die Wörter 'lebend und trotzdem in Form' steht. Alle Athleten die Karsten bisher betreut hat, sind ohne solche lebensbedrohlichen und einfach unvernünftigen Maßnahmen immer trocken auf die Bühne gekommen und auch ich habe es nicht nötig aus einer zwar anstrengenden aber wunderschönen und erfüllenden Prüfung der eigenen mentalen und körperlichen Fähigkeiten, ein Desaster zu veranstalten bzw. zu riskieren. Dafür ist BB als Wettkampf einfach ein zu fantastischer Sport, als das man sich in den letzten Stunden alles ruiniert und einen fürchterlichen Alptraum riskiert, nur weil man die Wochen vorher es einfach nicht genug gewollt hatte bzw. zu schwach war.

Aber zurück zum Wettkampfmorgen, in das Hotelzimmer des glamourösen 'Hyatt', in welchem alle Athleten der Veranstaltung luxuriös und mehr als würdigend untergebracht worden waren.
Ich schaute auf meine linke Hand. Ich hatte meine Fingernägel extra in USA Farben anfertigen lassen, um meine Begeisterung für dieses Land, in welchem man den Bodybuilding Life Style mehr als anderswo auf dieser Welt 24 Stunden am Tag atmen, leben und genießen kann zum Ausdruck zu bringen. Es fehlten vier Fingernägel und dann fiel mir ein, dass ich sie mir letzte Nacht um 1 Uhr morgens abgebrochen hatte. Es war ein Riesentheater. Durch die harten Anstrengungen der letzten Wochen lagen meine Nerven mehr als blank und so etwas fehlte mir gerade noch. Ich hätte in dem Moment am liebsten alles hingeworfen bis Karsten mir mit gewohntem humorischen Anspielungen klar machte, das es mehr als lächerlich ist, sich wegen so was aufzuregen, nachdem ich quasi die letzten Wochen durch die Hölle gegangen war, um diesen Tag zu erleben.

'Ständig lachst du dich über Tucken und Barbie Figurathletinnen krumm und schief und nun machst du selber einen Tanz wie eine der prüden Omas in der Kleinmädchenserie Sex in the City. Das du morgens und abends radeln musst, was einem Ausdauermuffel wie dir wie die Hölle vorkommen musst und dass Du jeden Tag Tonnen von Eisen, mit deinem ausgezehrten und von Diät und Training geschundenen Body, stemmst und unter rauchenden, glühend heiß gelaufenen Kabelzügen ziehst und

Es blieb nur das berauschende Hochgefühl, das Wettkampffieber und die Vorfreude auf die wohl schönsten Minuten in diesem Jahr.
Dann war es soweit... wir standen alle in einer Reihe hinter der Bühne und es kam der Aufruf für die erste Runde, in welcher jede Teilnehmerin jeweils einzeln ihre Pflichtposen innerhalb von 90 Sekunden möglichst elegant und ausdrucksstark den Kampfrichtern präsentieren sollte.
Ich war nervös wie ein kleines Mädchen. Ich merkte das ich zitterte und befürchtete, dass ich im nächsten Augenblick entweder alles vergessen würde oder einfach nur regungslos dastehen würde.
Aber dann geschah das Unfassbare. Etwas das einfach kein Zufall sein konnte...als ich alleine auf der Bühne stand und die Zeit in dem Moment, wenn ein Lied endet und das neue beginnt, still zu stehen scheint, erklang im nächsten Augenblick eine Melodie, welche ich jeden Tag in meiner Vorbereitung gehört hatte. Ein Lied aus dem Film, den ich die letzten Wochen sicher Hundert mal gesehen hatte und welcher mir in den härtesten Momenten meiner Vorbereitung noch mal das nötige Quäntchen Kraft gab – es war das Lied aus dem Film 'Rocky – das Auge des Tigers'...jegliche innere Anspannung war verflogen, ich poste mit all meiner Kraft, all meinem Sein und ich glaube in diesem Augenblick war ich der glücklichste Mensch der Welt.
Ich war hier und hatte es geschafft. Nur für mich, meinen Mann, die Kampfrichter, welche mich positiv begutachteten und die Zuschauer, welche meine Form mit lohnendem Applaus honorierten. Ich stand in Topform mit den Besten der Welt auf einer Bühne und gehörte in diesem Moment mehr als verdient hierher. Mehr wollte ich nicht. Dieser Augenblick war es mehr wert als alles andere und ich glaube wenn die Lichter im Saal ausgefallen wären...ich hätte den Raum mit Freudenstrahlen und unbeschreiblichen Stolz erhellt.

Mission completed.

In der Clipsektion könnt ihr ab sofort einen 'best of Tampa' clip sehen,
Viel Spass beim Schauen, es lohnt sich.....

Countdown To Tampa/FL 2008 Part 4

TWO WEEKS OUT!

Nur noch zwei kurze Wochen bis zum Pro Contest in Tampa.

In der Clipsection findet Ihr einen neuen richtig guten Clip meiner Vorbereitung. Aufgenommen wurde der Streifen im Body Attack Leistungszentrum Gelsenkirchen bei Mr. Universum Thilo Pasch.

Viel Spaß beim Ansehen

Nicole

Link zum PITT-FORCE Forum

Countdown To Tampa/FL 2008 Part 3

Nun sind es nur noch 4 Wochen bis zum Wettkampf. Hier ein paar neue Fotos. Das erste aus aktuellem Anlass. Ich wollte schon immer mal She Hulk sein... 

Ausserdem findet Ihr in der Clipsektion drei neue Videoclips. Sie wurden innerhalb von 3 Wochen gedreht, damit Ihr den Fortschritt besser erkennen könnt.

Viel Spass beim Ansehen
Nicole

Countdown To Tampa/FL 2008 Part 2

Hier die nächsten Bilder von meiner Wettkampfvorbereitung
Ab sofort gibt es auch eine Clipsektion auf meiner Seite, wo Ihr immer die aktuellen Trainingsclips sehen könnt.
 
Viel Spass beim Ansehen
Nicole

Countdown To Tampa/FL 2008 Part 1

Ich habe mich kurzfristig entschieden, die IFBB TAMPA PRO SHOW am 9.August 2008 mitzumachen.
Seit ein paar Tagen befinde ich mich in der Vorbereitung.
Mein Anfangsgewicht war 93,6kg.
Hier auf meiner Seite könnt Ihr Euch regelmässig über meine Fortschritte und meine Form informieren. Ich werde regelmässig Fotos und Infos posten.
Zusätzlich sind  in unserem Forum www.pitt-force.com von jeder meiner Trainingseinheiten aktuelle Clips zu sehen.
Ich freue mich schon sehr auf den Wettkampf,

Liebe Grüsse 
Nicole

"PITT-Force" das Buch ab sofort erhältlich
Endlich ist es soweit, Karsten Pfützenreuters Buch "Pitt -Force" the next level ist ab sofort erhältlich und hier könnt ihr es bestellen:

http://www.pitt-force.de/shop/

"Pitt -Force" the next level umfasst ca. 190 Seiten mit 19 Farbfotos

Karsten beschreibt und erläutert detailliert und nachvollziehbar das Training, welches mir persönlich die besten Erfolge gebracht hat und welches ich jedem , der ernsthaft trainiert nur empfehlen kann.

Mehr Infos gibt es im Pitt - Force Forum:

http://www.pitt-force.de

Wichtiger Hinweis zur Bestellung:
Das PITT-Force Buch ist wieder vorrätig und erhältlich! Nachdem die erste Auflage innerhalb von 2 Stunden ausverkauft war, haben wir sofort die zweite Auflage in Auftrag gegeben. Sorry, dass es etwas gedauert hat. Aber jetzt heißt es: Sichert Euch Euer Exemplar!

FIBO 2008 in Essen/ Gruga
Statt vieler Worte gibt es hier viele Bilder. Die Fibo war mal wieder ein voller Erfolg für Bodybuilding und Muskeln. Alles andere habe ich ehrlich gesagt auch gar nicht gesehen, wozu auch?
Ich habe viele nette und bekannte Leute getroffen, Motivation pur!

BB Seminar mit Weltmeister Andreas Frey im Excalibur Geslenkirchen
Letzten Samstag fand das lang angekündigte BB Seminar mit dem mehrfachen Weltmeister Andreas Frey statt. Im Dreh und Angelpunkt der NRW BB Szene 'Excalibur' Gelsenkirchen trug Andreas seine Erfahrungen und Infos den zahlreichen und wissensdurstigen Anwesenden und Athleten vor.

Von seinen Anfängen ( Andreas trainiert seit seinem 9. Lebensjahr) im BB über Training und Ernährungsplanung, bis hin zu seinem persönlichen Tagesablauf, wurde alles in leicht verständlicher und ausführlicher Weise erklärt.
Zudem äusserte er sich positiv über PITT, welches er stellenweise in sein eigenes Training einbaut.

Der Highlight des Seminars war dann ein kurzes Workout, bei welchem sein derzeit über 140 kg schweres und massives Muskelrelief, bei einigen brutalen Sätzen die Zuschauer in gebanntes Staunen versetzte. Andreas befindet sich derzeit in sehr guter Form und wir wünschen ihm von hier aus alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft. Er wird sicher mit einer der zahlreichen und schwergewichtigen Highlights der diesjährigen FIBO in Essen sein.

Eröffnungsparty Sportstudio Excalibur in Gelsenkirchen
Am Samstag war Tag der offenen Tür und Eröffnungsparty des Bodybuilding - Studios von zwei Freunden von mir ( Diana Baier und Carsten Jürgensen)
Es waren einige sehr gute Athleten vor Ort u.a. BB Weltmeister Andreas Frey, BB Landesmeister Peter Baers uvm.

Ich wünsche Diana und Carsten an dieser Stelle alles Gute und vor allem viel Erfolg.

Musikvideo Moneybrother 'Guess who' s gonna get ome tonight'
Wie angekündigt und versprochen gibt es zum Jahreswechsel das klasse Musikvideo von Moneybrother in dem ich eine taffe Superheldin spielen durfte.

Der Dreh war eine tolle Sache. Mir tat allerdings der Stuntman leid, der Angus Young spielte. Ich habe ihn (auf Anweisung des Regisseurs) bestimmt zwanzigmal die Treppe runtergeschmissen.

Ich wünsche Ihnen/ Euch viel Spaß beim anschauen und natürlich einen guten Rutsch in ein gutes 2008.

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Videodreh in Berlin mit Moneybrother

Weltpremiere

Am 28. Dezember ist die Weltpremiere des Musikvideos 'guess who' s gonna get some tonight' von der Band Moneybrother auf Myspace.

Ich spiele in einer fiktiven Story eine Superheldin, die den zum Zombie mutierten Angus Young (AC-DC) zusammenschlägt und anschliessend brutal umbringt....

Mehr verrate ich nicht....

Ist ein super geniales Video, lohnt sich auf jeden Fall anzusehen. Es war wirklich ein genialer Dreh und wir alle hatten viel Spass am Set.

Ab dem 1. Januar 2008 kann man den Videoclip dann auch bei MTV sehen und nach dem 28. Dezember auch hier auf meiner Seite.

Gastauftritt bei der IFBB NRW Landesmeisterschaft Herbst 2007
Dieser Gastauftritt bedeutet mir persönlich unheimlich viel.

1999 hat Bodybuilding Wettkampfsport dort in dieser Halle auf dieser Bühne für mich begonnen und nun 8 Jahre später, trete ich auf genau dieser Bühne als alleiniger Gaststar auf.

Es kommt mir vor, als wäre es erst ein paar Augenblicke her, dass ich zum ersten Mal dort hinter der Bühne vor Aufregung gezittert und gebibbert habe. Die Erinnerung daran ist so intensiv - und wird es wohl auch immer bleiben...

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Mein Fotoalbum - Meine erste Wettkampfsaison 1999
Ich habe mal ein wenig in meinen alten Fotoarchiven gestöbert und  ein paar schöne und teilweise für mich sehr lustige Fotos meiner ersten Wettkampfsaison 1999 gefunden.

Es ist schon ein ungewöhnliches Gefühl, diese Fotos von meinen ersten Gehversuchen anzuschauen und es erfüllt mich im Nachhinein mit Stolz, dass ich es damals überhaupt geschafft hatte, in Wettkampfform zu kommen.

Ich war zu Beginn meiner ersten Diät wirklich sehr dick.Ich hielt ein ganzes Jahr lang knüppelharte Diät, nahm über 33kg Fett ab und erreichte trockene 67kg. Von da an war mir klar, dass Bodybuilding mein Leben ist. Endlich hatte ich das gefunden, wonach ich immer gesucht habe.

Diese Fotos möchte ich Euch natürlich nicht vorenthalten.

Auf die Idee, hat mich eine tolle Athletin, Tina Klöpfer, gebracht, indem sie ein Foto von der German Open 1999 im BB Szene Forum gepostet hat, auf dem ich mich wiedererkannt hatte.

@Tina - Vielen Dank nochmal für die schönere Erinnerung 

Body Extreme Invitational BXI 2007 Frankfurt a.M.
Der Wettkampf war wieder mal ein Top-Event mit hochkarätigen Athleten aus vielen verschiedenen Ländern.

Der Standard war so hoch wie nie zuvor, die Atmosphäre mitreissend und alle Teilnehmer zeigten brachialste Form - einfach alles in allem super anzusehen. Leider waren ausschliesslich Männer am Start, und ich hoffe, dass beim nächsten mal auch wieder die Ladies dabei sind.

Das absolute Highlight des Abends war jedoch Dennis Wolf, der in super mega Form, nur wenige Tage nach der Mr. Olympia Wahl, bei der er den 5.Platz gemacht hatte, einen tollen Gastauftritt präsentierte.

FIBO 2007 Essen
Die Fibo war wie immer eines der BB Highlights des Jahres in unserem Lande. Man hatte uns, die leidenschaftlich mit Eisen Trainierenden, zwar alle zusammen in eine Halle gepfercht und nannte das dann  tröstlich "Fibo Power", aber dieser Schuss ging für die Veranstalter nach hinten los;

Die "Fibo Power" war die einzige Halle, in der man sich vor Menschenmassen  kaum retten konnte - wie immer drängte sich das begeisterte Publikum durch die viel zu engen Gänge jener Bereiche, die schon immer den Dreh- und Angelpunkt einer jeden FIBO bildeten.

Alle anderen Hallen, wurden, mal milde ausgedrückt, von gähnender Leere befallen und warteten verzweifelt mit all ihren neuesten Trends auf ein Besucherklientel, welches nunmal weder auf eine sportorientierte Messe geht, noch sich auch nur in irgendeiner Weise anstrengen oder sich ausserhalb ihres Wellnesstempels mit dem Wort "Muskeln" identifizieren will.

Es kamen wieder einmal hauptsächlich die Sportler, Fans und Freaks.

Und diese wollen nun mal "Fleisch" sehen und bei der Gelegenheit evtuell die ein oder andere günstige Eiweißdose ergattern. Daran wird sich auch nie etwas ändern.

Und Muskeln - "Beef" gab es reichlich  zu sehen. Die auftretenden Athleten wurden wie immer umjubelt  -  Motivation pur!

Bei uns am Body Attack Stand ging es wie üblich alle 4 Tage lustig zu. Es war super mit dem ganzen Team zusammen zu sein und neugierigen Trainierenden mit Infos und Produkten behilflich zu sein. Jeden Autogramm- und Fotowunsch erfüllte ich wie gewohnt stolz und von ganzem Herzen.

Photoshooting mit Denise Masino

Hier ist eine weitere Geschichte über in Erfüllung gegangene Träume, die ich Ihnen gerne erzählen möchte.

Auf der Fibo 1998 (die auch meine allererste Fibo war) hatte ich  zum ersten Mal Denise Masino getroffen.

Sie hat mich mit ihrem super Körper und ihrer smarten Persönlichkeit  total beeindruckt und war von dem Tag an  mein Vorbild. Für mich stand sofort fest, dass ich auch mal Profi werden will.

Ich konnte nicht anders, als mir ein Autogramm von ihr zu holen und liess es direkt auf meinen "Po" schreiben....

Wir waren all die Jahre in Kontakt und ich habe ihr immer News und Fotos von meinen Wettkämpfen geschickt und es war immer ein Traum von mir, mal mit ihr zu shooten.

Im Herbst 2006 war es dann endlich soweit und sie hat mich direkt im Anschluss nach meinem ersten Profiwettkampf nach Las Vegas eingeladen, wo wir dann eine Woche zusammen mit noch 3 anderen Bodybuilderinnen gelebt und geshootet haben.

So schliesst sich der Kreis und dieses Erlebnis möchte ich niemals missen.

Blick zurück: Mein erster Profi-Wettkampf Atlantic City 2006

Im September 2006 war es endlich soweit, mein grosser Traum stand kurz vor seiner Erfüllung. Kurz nach dem Erhalt meiner Profilizenz habe ich  direkt meinen ersten Profiwettkampf bestritten.

Es wahr ein unglaublich schönes Erlebnis mit so vielen meiner Vorbilder auf einer Bühne zu stehen. Unbeschreiblich ist auch der Unterschied zwischen einem Amateurwettkampf in Deutschland und einem Profiwettkampf in den USA. Der ist wirklich enorm.

Alle sind super nett und hilfsbereit, man wird verwöhnt, verhätschelt , eingeschmiert, mit Nahrung und Getränken versorgt, sogar der Schweiss wird einem auf der  Bühne von der Stirn gewischt.

Ich habe mich nicht unter den Top 14 plaziert, aber das war mir egal, ich hatte es auch nicht anders erwartet und somit war dieser Wettkampf eines meiner bis dahin schönsten Erlebnisse

Ich hatte auch eine Menge dazu gelernt, denn es ist nicht so einfach in einem fremden Land, wo alles anders ist, auch die Vorraussetzungen seine Ernährung durchziehen zu können, in Topform auf der Bühne zu stehen. Das konnte ich am eigenen Leib erfahren.

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